Die Kur – ein Ort der Begegnung
Kurorte zeichnen sich durch ihre besondere Atmosphäre aus, bei der auch die einzigartige Architektur keine unbedeutende Rolle spielt.
Doch ein Kurort diente nicht nur medizinischen Behandlungen und der Erholung: darüber hinaus wurden hier Geschäfte gemacht, Vermählungen vereinbart, gesellschaftliche Kontakte geknüpft und Ärztekonferenzen, Bälle und Theatervorstellungen besucht. Nicht ohne Grund bezeichnete man die Kurorte auch als "Salons Europas“.
Nach Ihrer Ankunft im Kurort wird Sie der Geist der Zeit auch heute noch für eine Weile in jene Epoche versetzen, da noch Pferdekutschen unterwegs waren, die Damen lange Kleider mit Hut trugen und die Gentlemen einen Frack.
Die Kurarchitektur
Promenaden, Kolonnaden, Kurhäuser und viele weitere Gebäude in Kurorten führen den Besucher durch unterschiedliche Architekturstile.
Am Bau waren zahlreiche bedeutende tschechische, aber auch internationale Architekten wie Josef Zítek, Dušan Jurkovič, Jan Letzel u.v.m. beteiligt.
Franzensbad ist dank der erhaltenen, für Kurorte typischen Architektur, die überwiegend aus dem Ende des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts datiert, zur städtischen Denkmalzone erklärt worden. Diese Epoche stellte für die meisten Kurorte auf dem Gebiet der Tschechischen Republik die Blütezeit dar.
Kolonnaden
Typische Gebäude in Kurorten sind dort zu finden, wo Mineralquellen aus dem Erdreich sprudeln: die Kolonnaden. Es handelt sich um offene, überdachte Gebäude (die so vor der Witterung geschützt sind), auf denen promeniert und dabei vom Thermalwasser getrunken wird.





