Die Anfänge der Kurpflege
Zu Beginn des Kurwesens bis ins 16. Jahrhundert ging man bei Behandlungen sehr drastisch vor. Die Patienten verbrachten beispielsweise 10 und mehr Stunden im Bad, da man der Ansicht war, dass beim Springen der Haut krankheitserregende Keime aus dem Körper geschwemmt werden. Später gab man Quellen den Vorzug, die in Form von Trinkkuren genutzt wurden, doch auch hier ging man ins Extrem über: so mussten die Patienten täglich bis zu 9 Liter Mineralwasser austrinken.
Im 18. Jahrhundert wurden die Grundsteine zum heutigen, modernen Kurwesen gelegt, indem man einen Kompromiss zwischen der Nutzung von Trinkkuren und Heilbädern fand.
Die Gegenwart
Heute können Sie in der Kur eine Reihe von Prozeduren absolvieren, die auf der Nutzung natürlicher Quellen, diversen Massagearten und Wellnessprozeduren beruhen. Es gibt aber auch solche, deren Ursprung auf anderen Kontinenten zu finden ist: beispielsweise ostasiatische Massagen, Ayurveda-Prozeduren, Übungen in Gruppen, Shiatsu. Und was das Wichtigste ist: die heutigen Verfahren sind meilenweit von den ursprünglichen Vorstellungen entfernt, so dass Sie auf Kur niemand quälen wird und Sie Ihren Kuraufenthalt so richtig genießen können.





